Unheimliches Werbegrinsen im Tiefkühlfach
Von Sascha Herbst am 15. Juni 2009
Aktuell befassen wir uns bei DREIZUNULL mit einem Bühnenkonzept zur Kieler Woche. Unser Kunde, die Stadtwerke Kiel AG, wird eine Bühne errichten, auf der Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen auftreten können. Abgerundet wird das Programm täglich durch einen Schnellzeichner, auch Karikaturist genannt. Und während ich am Samstag beim Einkaufen im heimischen Supermarkt noch so darüber nachdachte, ob ich denn unserem Künstler auch die notwendige Bestätigungsmail zugesandt habe, da trifft mich der Schlag.
Beim Blick ins Tiefkühlfach reagiert mein Hirn, als sei es schockgefroren. Ich habe noch nie in meinem Leben Drogen genommen. Aber ich vermute, so fühlt es sich an, wenn man sieht, wie das eben noch Gedachte plötzlich zu einer Realität wird, die wiederum so absurd ist, dass man selbst glaubt, nur Fiktion zu sein. Auf der Pommes-Tüte von McCain grinst Herr Kolkmeyer. Eben jener Schnellzeichner, mit dem ich gestern noch telefoniert habe. Die Pommes-Marketer haben da eine irrwitzige Idee gehabt und umgesetzt. Und das mit dem Mann, der am kommenden Montag in Kiel zeichnet.


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