Sprache und Denken: Schluss mit dem ja, aber … Gelaber
Von Sascha Herbst am 07. Januar 2010
Wir sagen ja und meinen eigentlich nein. So sagt der Kunde ja, die Idee ist gut, aber … und dann kommt´s, manchmal so dicke, dass vom ursprünglichen ja nichts mehr übrig geblieben ist. Das gilt auch im Privaten. Ja, ich wollte zu Jahresbeginn: mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport machen, mich weniger ärgern, mich endlich gesund ernähren … ABER … und dann steht Mann/ Frau wieder genau da, wo man um 23:59 Uhr am letzten Tag des zurückliegenden Jahres war. An der selben Stelle. Kein Stück weiter. Ein echter Standpunkt. Oder wie Einstein sagen würde: „Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null – und das nennen sie ihren Standpunkt.” Wer über diesen Spruch lachen kann, eben weil er ständig daran interessiert ist, seinen Horizont zu erweitern, dem möchte ich das Buch mit dem passenden Titel „Ja, aber“ von Frau de Haan empfehlen.
Es lädt auf kurzweilige und Impulse gebende Art und Weise ein, sich die psychologische Kraft mancher Worte und Formulierungen bewusst zu machen. Und wer den Argumenten der Autorin nicht glauben möchte, kann diese zumindest als Anstoß nehmen, um ein Stückchen weiter zu kommen, als er auf bisherigem Wege gekommen ist. Und vielleicht auch ein bisschen weg vom ABER-Glauben und ABER-Gerede.

RSS-Feed abbonnieren
Twittern Sie mit uns
Werden Sie DREIZUNULL-Fan