Die Nationalmannschaft im Photoshoprausch – wie weit sollte man mit der Bildbearbeitung gehen?

Von am 10. Juni 2010

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Mit Photoshop retuschiert man schlanke Models zu Skeletten, picklige Gesichter zu geschmeidigen, glattgeschliffenen Speckstein-Skulpturen und neuerdings unsere Weltmeister in spe zu … Ja, zu was eigentlich?

Könnt Ihr alle Spieler auf den Anzeigen noch ganz klar identifizieren? Hm, also Ballack kann man recht leicht finden (wenn schon nicht auf dem Spielfeld, dann wenigstens noch auf den Anzeigen von Bitburger und Mercedes). Aber wie sieht es denn bspw. mit Podolski aus?

Also, die Bitburger Version erinnert mich ein wenig an ein Gemälde von Eugene Delacroix: Die Freiheit führt das Volk (1830), das die Julirevolution thematisiert; eine erhoffte Analogie? Aber müssen unsere Jungs am 11. Juli im Finale eine Revolution anzetteln? Nö, eigentlich nicht. Sie sollen einfach gewinnen und dann wird friedlich, aber ausgelassen gefeiert. Aber vielleicht sehe ich diese Parallele auch zu Unrecht. Auf jeden Fall soll die Bildretusche einen patriotischen, heroischen Ausdruck haben. Das ist in meinen Augen durchaus gelungen, wobei vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen wurde.

Die Tonalität der Mercedes-Anzeige kann ich allerdings nicht wirklich nachvollziehen. Die HDRI-Anmutung (eine Fototechnik – lohnt sich mal zu googeln) ist ja zunächst eine schöne Sache, aber wirken unsere Fußball-Sterne nicht eher wie schmutzige, verruchte Knastis? Ob das so zum Mercedes-Image passt, ist wohl fragwürdig.

Immerhin zeigen beide Anzeigen Mut zur außergewöhnlichen Bildtonalität.

Aber vielleicht habt Ihr ja eine ganz andere Meinung. Was sagt Ihr zu der Bildsprache?

Was hälst du von den Bildretuschen?

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